Hört man „online Geld verdienen“ poppen direkt ein paar Bilder im Kopf auf. Laptop, Kaffee, Palmen und Meer im Hintergrund. Ortsunabhängig, flexibel, selbstbestimmt. Für viele klingt das nach Freiheit, für andere nach einer schnellen Lösung, um aus einem Job zu fliehen, der sich nicht mehr richtig anfühlt.
Wir verstehen das gut. Uns ging es ähnlich und wir wollten Veränderung. Trotzdem merken wir immer wieder, wie groß die Lücke zwischen Erwartung und Realität ist – vor allem dann, wenn man versucht, Arbeiten und Reisen miteinander zu verbinden.
Was bedeutet „online Geld verdienen“ eigentlich?
Online Geld zu verdienen bedeutet in den meisten Fällen nicht, dass man weniger arbeitet oder sich weniger kümmern muss. Es bedeutet lediglich, dass die Arbeit nun digital stattfindet. Projekte, Kunden, Absprachen und Deadlines verschwinden nicht, nur weil man den Ort wechselt.
Viele der Jobs, die ortsunabhängig funktionieren, sind ganz normale Tätigkeiten: Dienstleistung, Kommunikation, Organisation, kreative Arbeit oder technische Umsetzung. Der Unterschied ist nicht die Arbeit selbst, sondern der Rahmen, in dem sie stattfindet.
Das wird oft unterschätzt – oder bewusst ausgeblendet.
Gerade online wirkt vieles zugänglicher, als es tatsächlich ist. Tutorials, Erfahrungsberichte und Erfolgsgeschichten vermitteln schnell den Eindruck, dass man nur die richtige Idee oder den richtigen Zeitpunkt braucht. In der Realität braucht es meist vor allem Zeit. Zeit, um Fähigkeiten aufzubauen. Zeit, um Vertrauen zu schaffen. Zeit, um herauszufinden, was langfristig trägt und was nicht. Und diese Zeit muss man sich leisten können – finanziell und mental.
Unterwegs wird das noch deutlicher. Reisen kostet Geld, Energie und Aufmerksamkeit. Wer parallel versucht, ein Einkommen aufzubauen, merkt schnell, wie fordernd diese Kombination sein kann. Und wie schnell man damit an seine Grenzen kommt. Vor allem, wenn es mal nicht so läuft wie gedacht.
Unser Weg zum digitalen Nomadentum
Für uns ist online arbeiten nichts Neues mehr und hat auch schon lange seine Romantik verloren. Mittlerweile verdienen wir unser Geld mit unserer Digitalagentur – aber der Weg war nicht immer linear 😂, teilweise sehr steinig und voller Schlaglöcher. Diese Arbeit gehört nun voll zu unserem Reise-Alltag und nimmt meist gaaaanz schön viel Zeit in Anspruch (was die meisten komplett unterschätzen). Wir verdienen kein Geld mit unseren Reisen oder unserem YouTube-Kanal („noch nicht“) – was uns gegenüber einem Content Creator eine gewisse Freiheit gibt – oder auch nicht? – denn wir MÜSSEN nicht reisen und auch nichts erleben. Unser Lebensunterhalt hängt nicht von unserem außergewöhnlichen Lifestyle ab – eher umgekehrt.
YouTube ist für uns aktuell eine Dokumentation, eine Möglichkeit, unsere Fähigkeiten zu erweitern und eine Chance auf einen Austausch und eine Verbindung zu euch – Interessierten und Gleichgesinnten – unserer Community.
Social Media bietet unserer Meinung nach kein Sicherheitsnetz und keine Garantie für ein langfristiges Einkommen. Plattformen ändern sich, Trends kommen und gehen und so schnell wie man interessant war, so schnell ist man Geschichte. Genau deshalb fühlen wir uns wohl damit, auf Social Media ehrlich über das Thema „Nomadentum“ und „Remote Work“ sprechen zu können, ohne etwas verkaufen zu müssen und auf Klicks angewiesen zu sein.
Wenn auch du dir schon einmal die Frage gestellt hast, welche Online-Jobs es grundsätzlich gibt, wie realistisch diese sind und wie nachhaltig sich damit ein Unternehmen aufbauen lässt, dann findest du in unserem kostenlosen Freebie „10 Wege, online Geld zu verdienen“ oder in dem folgenden Video eine kleine Zusammenfassung und einen Überblick verschiedener und realistischer Möglichkeiten.