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Digitales Nomadentum: Traum oder unrealistische Vorstellung?

Der Begriff „Digitales Nomadentum“ löst bei den meisten Menschen eine Traumvorstellung vom Laptop am Strand aus. Freiheit, Selbstbestimmung, Arbeiten von überall. Für manche ist es ein klares Ziel, für andere ein vager Wunsch nach Freiheit. Für uns bedeutet er Alltag – mit all seinen Widersprüchen.

Freiheit fühlt sich nicht immer leicht an

Ja, es gibt Freiheit. Ortswechsel, neue Eindrücke, selbst gestaltete Tage und die Notwendigkeit der absoluten Selbstdisziplin. Denn ohne eine gewisse innere Stärke, ist die Selbstständigkeit oder auch das Remote Arbeiten nicht möglich. Denn beides bedeutet neben Freiheit, ständig Entscheidungen treffen zu müssen. Wo arbeiten wir? Wie lange bleiben wir? Was hat gerade Priorität – Projekte oder das Entdecken neuer Orte? Und glaubt uns, wenn wir euch sagen, es fällt einem manchmal wirklich schwer, die Arbeit zu wählen.

Und diese Entscheidungen hören nie auf. Sie müssen jeden Tag aufs neue getroffen werden – und sie tragen immer Konsequenzen.

Unsicherheit als Teil des Alltags

Ein Punkt, der selten offen angesprochen wird, ist die ständige Unsicherheit die damit einhergeht. Einkommen kann schwanken. Projekte können wegfallen. Pläne ändern sich. Wer unterwegs arbeitet, muss damit umgehen können – emotional und organisatorisch. Es gibt keinen konstanten Gehaltsscheck, der monatlich eintrifft und das Leben finanziert. Wer sich zu oft für die Freizeit und die eigene Unterhaltung entscheidet, steht am Ende des Monats eventuell mit einem leeren Konto da.

Für manche ist genau das der Reiz. Für andere wird es schnell zur Belastungsprobe.

Warum wir darüber sprechen

Wir sprechen hier auf diesem Blog und auch in unseren Videos bewusst über diese Themen, weil wir selbst gemerkt haben, wie wenig hilfreich Hochglanz-Erzählungen sind. Fragen wie Jobsicherheit, Verantwortung oder mentale Belastung lassen sich nicht mit schönen Bildern beantworten – gehören aber ebenso zum Digitalen Nomadentum, wie die Laptop-Bilder am Strand. Und vor allem ich (Laura) habe wir vieles leichter und oft auch anders vorgestellt. Darum möchte ich euch – also allen, die überlegen diesen Schritt zu gehen – helfen, nicht die selben falschen Vorstellungen zu verinnerlichen. Denn das schadet euch auf Dauer und kann ziemlich deprimierend werden.

Genau deshalb sind Videos wie „Jobsicherheit – eine Illusion?“ oder „Don’t become a digital nomad before watching this“entstanden.

Ein Ratschlag für euch

Das digitale Nomadentum ist weder ein Traum – und schon gar nicht für alle – noch ist es grundsätzlich unmöglich und unrealistisch. Aber es ist eine Lebensform mit vielen Grautönen, kein Hochglanz-Instagram-Profil und auch kein Horror-Szenario, dass einen in den finanziellen Ruin treibt. Ob genau diese Lebensform für dich passt, hängt weniger von Tools oder Jobs ab, als von deiner eigenen Einstellung.

Wie gehst du mit Unsicherheit, Eigenverantwortung und Veränderung um?

Wie gut bist du mit Planung und Selbstdisziplin?

Und machst du deinen Job wirklich so gerne, dass er täglich immer wieder zu deiner Priorität wird?

Denn genau das ist notwendig, um als digitaler Nomade auf Dauer zu bestehen.

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